Rosetta...

ist eine Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Sie wurde am 2. März 2004 gestartet und ist nun auf dem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Rosetta ist der erste Kometen-Orbiter und wird im Jahr 2014 in eine Umlaufbahn um diesen kleinen Himmelskörper einschwenken und ihn erforschen.

An Bord von Rosetta ist auch der 100 kg schwere Lander Philae, der auf der Oberfläche des Kometen aufsetzen soll. Er wird sich mit etwa 1 m/s dem Kometen nähern und mit Hilfe eines dreibeinigen Landegestells und dem zwischen Sonde und Landegestell befindlichem Mechanismus, auf dem Kometen aufsetzen, ohne von diesem wegen der niedrigen Schwerkraft wieder abzuprallen.

Telemetrie und Telecommanding mit SpaceMaster

Weitere Informationen

zur Rosetta-Lander-Mission des DLR finden Sie auf der Homepage des Philae Kontrollzentrums.

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Checkout-System für die Satellitenintegration des Rosetta Lander

Rosetta Lander in der Laborumgebung

Moderne Satelliten sind hochkomplexe technische Geräte, die aus vielen Einzelkomponenten und untergeordneten Systemen bestehen. Wie ein modernes Bürogebäude enthalten sie eine eigene Infrastruktur z.B. für Energieversorgung, Kühlung und Heizung die den Experimentanlagen zur Verfügung gestellt wird. Gemeinsame Nutzung von Energie oder Kommunikationsbandbreite erfordert ein komplexes Management für das Zusammenspiel der Subsysteme und Nutzlasten. Viele Systeme beinhalten zudem noch eigene Computer, die sich mit dem Datenmanagementsystem absprechen müssen. Auf einem solchen Forschungssatellit befindet sich der Rosetta Lander.

Aufgabenstellung

Für die Integrationstests  des Landers werden aufwändige Check-out Systeme benötigt, die den logischen Datenverkehr, zwischen Kontrollzentrum und Satellit, also die Telemetrie und Telecommandfunktionalitäten auswerten und überprüfen.

Lösung

Die Datenströme müssen kommutiert, dekodiert und für die Testingenieure aufbereitet werden. Das Checkout-System erlaubt zusätzlich den Versand von Kommandosequenzen die innerhalb des Satelliten abgearbeitet werden und bestimmte Funktionen auslösen. Die LabVIEW-Oberflächen erlauben die grafisch ansprechende Visualisierung von Testdaten. Die Datenaufbereitung, d.h. die Prozessierung und die Datenverteilung zu den verschiedenen Arbeitsstationen, wurde mit einem generischen Testsystem von S.E.A. realisiert.

Mehrere LINUX Server prozessieren die Daten und stellen Sie den Satellitennutzern und dem Betriebspersonal des Satellitenkontrollzentrum über moderne Web-Interfaces und LabVIEW GUIs zur Verfügung. Die besonderen Bedingungen bei einer internationalen extraterrestrischen Mission wurden mit einer modernen Systemarchitektur, dem generischen Ansatz und der Offenheit und Vielfältigkeit von LabVIEW erfolgreich berücksichtigt.

Synoptische Displays, u. a. Batterieanzeige